Schwangere Frau hält ihren Bauch

Müdig­keit in der Schwan­ger­schaft — Wor­in besteht der Zusammenhang?

Du bist vol­ler Vor­freu­de auf die vor­ste­hen­de Geburt, fühlst dich aber stän­dig müde und schlapp? Wäh­rend einer Schwan­ger­schaft arbei­tet nicht nur Dein Kör­per auf Hoch­tou­ren, son­dern auch dei­ne Gedan­ken machen alles für die Geburt des Kin­des bereit. Aber wor­an genau liegt der Zusam­men­hang von Schwan­ger­schaft und Müdig­keit? Und was kannst Du dage­gen tun?

Wäh­rend einer Schwan­ger­schaft voll­bringt Dein Kör­per wah­re Hoch­leis­tun­gen. Das Hor­mon Pro­ges­te­ron, dass wäh­rend der Schwan­ger­schaft ver­stärkt aus­ge­schüt­tet wird, sorgt dafür, dass das Blut bes­ser zir­ku­lie­ren kann und Mus­kel­par­tien sich ent­span­nen. Die Wachs­tums­pha­sen des unge­bo­re­nen Babys kos­ten zusätz­li­che Kraft und Ener­gie. Blut­druck und Blut­zu­cker sin­ken in der Schwan­ger­schaft, Dein Stoff­wech­sel ver­lang­samt sich. Außer­dem ver­än­dern sich Dein Was­ser­haus­halt und dein Herz­mi­nu­ten­vo­lu­men eben­falls. Außer­dem ver­sorgst Du nun nicht mehr nur dich selbst mit Blut­zel­len, son­dern auch den Mut­ter­ku­chen und das Ungeborene.

Zu Beginn der Schwan­ger­schaft muss sich Dein Kör­per an die neu­en Bedin­gun­gen anpas­sen und ist von der Ener­gie die zusätz­lich benö­tigt wird, schnell aus­ge­laugt. Feh­len dir bestimm­te Vit­ami­ne oder du hast bei­spiels­wei­se einen Eisen­man­gel kann sich die Abge­schla­gen­heit noch ver­stär­ken. Nach ein paar Mona­ten bes­sert sich die Müdig­keit jedoch meist und steigt erst gegen Ende der Schwan­ger­schaft wie­der. Durch den immer dicker wer­den­den Bauch­um­fang, ist es schwie­rig eine beque­me Posi­ti­on zum Schla­fen zu fin­den. Außer­dem musst Du öfters aufs Klo, sobald das Kind anfängt auf die Bla­se zu drü­cken. Dies beein­träch­tigt Dei­nen unge­hin­der­ten Schlaf und macht Dich tags­über antriebs­lo­ser. Aller­dings ver­lau­fen die Sym­pto­me nicht bei allen gleich – man­che füh­len sich über­haupt nicht müde, ande­re gera­de in der zwei­ten Hälft der Schwan­ger­schaft wo die Müdig­keit bei vie­len ausbleibt.

Beson­ders gegen Ende der Schwan­ger­schaft fällt es vie­len wer­den­den Müt­tern schwer, die gan­ze Nacht ent­spannt durch­zu­schla­fen. Das Kind bewegt sich im Bauch, tritt und drückt auf die Bla­se. Suche dir am bes­ten eine seit­li­che Schlaf­po­si­ti­on und stüt­ze den Bauch durch ein Kis­sen. Aber auch die Gedan­ken krei­sen bei vie­len ange­hen­den Müt­tern vor allem abends im Bett um die bevor­ste­hen­de Geburt. Am bes­ten ist es hier mit dei­nem Part­ner oder nahe­ste­hen­den Per­so­nen über die Ängs­te und Sor­gen zu spre­chen. Ein­fa­che Tipps kön­nen Dir hel­fen, dei­ne Schlaf­hy­gie­ne zu ver­bes­sern und Dei­nen Schlaf ange­neh­mer machen. Vor­sicht soll­te in der Schwan­ger­schaft bei Schlaf­me­di­ka­men­ten gege­ben sein! Die­se müs­sen unbe­dingt vor­her mit dem Arzt abge­spro­chen werden.

Die Müdig­keit wäh­rend einer Schwan­ger­schaft kommt bei 95% der Frau­en vor und ist damit kein direk­tes Zei­chen für eine Kom­pli­ka­ti­on. Trotz­dem soll­test Du dei­nen Arzt dar­über infor­mie­ren. Die­ser kann gege­be­nen­falls einen Test auf Eisen- oder Vit­amin­man­gel machen. Geht mit der Müdig­keit eine Lust­lo­sig­keit oder auch Trau­rig­keit ein­her, könn­te ein Ver­dacht auf eine prä­na­ta­le Depres­si­on vorliegen.

Vie­le frisch­ge­ba­cke­nen Müt­ter stel­len nach der Geburt die Inter­es­sen des Kin­des in den Vor­der­grund und ach­ten nur wenig auf ihre eige­nen Bedürf­nis­se. Neu­ge­bo­re­ne neh­men viel Zeit in Anspruch, was auch nach der Schwan­ger­schaft zu Müdig­keit und Antriebs­lo­sig­keit füh­ren kann. Stress führt in vie­len Fäl­len zu Schlaf­lo­sig­keit. Eine Stu­die ent­deck­te zudem eine Ver­bin­dung zwi­schen Müdig­keit, die in den ers­ten drei Mona­ten bis vier Jah­ren nach der Schwan­ger­schaft auf­trat und spä­te­ren Depres­sio­nen. Postpar­ta­le Depres­sio­nen ent­ste­hen meis­tens in den ers­ten zwei Jah­ren nach der Geburt und soll­ten durch pro­fes­sio­nel­le Hil­fe oder durch Unter­stüt­zung von Freun­den oder der Fami­lie ange­spro­chen werden.

  • Gön­ne Dir genug Ruhe­pau­sen, Dein Kör­per arbei­tet auf Hochtouren
  • Mache mit­tags einen kur­zen Power-nap, um neue Ener­gie zu tanken
  • Sport kann hel­fen, die Müdig­keit zu überwinden
  • Gehe spa­zie­ren — Bewe­gung an der fri­schen Luft erfüllt dei­nen Geist mit neu­er Energie
  • Ach­te auf aus­rei­chend Schlaf in der Nacht – 12 ein­fa­che Tipps für eine gute Schlaf­hy­gie­ne fin­dest du hier!
  • Ach­te auf eine gesun­de, aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung, die dir genug Ener­gie für den Tag liefert
  • Wech­sel­du­schen kön­nen die Durch­blu­tung anre­gen und Dir eben­falls zu mehr Ener­gie verhelfen
Katharina Hahn

Katha­ri­na Hahn

Katha­ri­na stu­diert Poli­tik­wis­sen­schaf­ten in Fried­richs­ha­fen. Wäh­rend dem Stu­di­um hat sie mit zwei Neben­jobs gemerkt, wie sich zu wenig Schlaf auf Geist und Kör­per aus­wir­ken kann. Aus fami­liä­ren Grün­den hat sie das The­ma Schlaf schon früh als wich­tig erkannt und sich inten­siv mit dem The­ma aus­ein­an­der­ge­setzt. Ihr ist es wich­tig die­ses Wis­sen wei­ter­zu­ge­ben, um zu einem gesün­de­ren Schlaf beizutragen.

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