Damit wir uns morgens entspannt und ausgeruht fühlen, ist die richtige Schlafposition entscheidend.

REM Schlaf­pha­se — ein kur­zer Über­blick über die Traumphase

Gesun­der Schlaf zeich­net sich durch ver­schie­de­ne Schlaf­pha­sen aus, die abwech­selnd meh­re­re Male in der Nacht ablau­fen. Eine die­ser Pha­sen ist die REM-Schlaf­pha­se. Die Abkür­zung steht für “rapid eye move­ment”, sprich rasche Augen­be­we­gun­gen. In die­ser Pha­se wird der größ­te Teil des Kör­pers gelähmt und Träu­me schei­nen am inten­sivs­ten. Was genau hat es mit die­sem REM-Schlaf auf sich und wie zeich­net er sich aus?

Ein kur­zer Ein­blick in den Schlafzyklus

Der Schlaf­zy­klus zeich­net sich durch das Ablau­fen von Schlaf­pha­sen aus, die ins­ge­samt 90 Minu­ten dau­ern. Die­se Pha­sen wer­den in REM und non-REM unter­teilt und enden mit einer Traum­pha­se, bzw. einer REM-Pha­se. Hier ein kur­zer Überblick:

  1. Wach- und Ein­schlaf­pha­se: In die­ser Pha­se bist Du noch mehr oder weni­ger bei Bewusst­sein. Nach 10 Minu­ten folgt die nächs­te Phase.
  2. Leicht­schlaf­pha­se: Die­se Pha­se dau­ert ca. 30 Minu­ten und Du bist noch leicht zu wecken. Kurz­zei­ti­ges Auf­wa­chen stört den Zyklus nicht und Du ver­fällst zurück in den leich­ten Schlaf.
  3. Tief­schlaf­pha­se: Die­se Pha­se ist zunächst recht lan­ge und dau­ert ca. 60 Minu­ten, ver­kürzt sich im Lau­fe der Nacht aber immer mehr. Hier scheint sich dein Kör­per zu rege­ne­rie­ren und Dein Bewusst­sein ist inaktiv.
  4. Schlaf­pha­se: Die­se Pha­se ist durch das “rapid eye move­ment” aus­ge­zeich­net und Du träumst inten­si­ver als z.B. in der Tief­schlaf­pha­se. Dein Blut­druck und Puls erhö­hen sich und es kann zu Zuckun­gen im Kör­per kommen.

Was bringt die REM-Schlafphase?

Der genaue Grund für die REM-Pha­sen ist noch nicht geklärt wur­den. Es ist jedoch bewie­sen, dass man in die­ser Pha­se am stärks­ten träumt und die Hirn­ak­ti­vi­tät stark zunimmt. Das liegt teils auch am erhöh­tem Blut­druck und Puls, wel­che in den ande­ren Pha­sen eher ruhig bleibt. Außer­dem wird der Kör­per in eine Art “Läh­mungs­zu­stand” ver­setzt. Das ist eine Vor­sichts­maß­nah­me um Bewe­gun­gen im Traum zu ver­hin­dern — somit kannst Du nie­man­den um Dich her­um ver­let­zen, ohne dass Du es mit­be­kommst. Der genaue Zusam­men­hang zwi­schen REM-Schlaf und Gesund­heit ist noch nicht klar. Es wird aber ange­nom­men, dass die­ser Schlaf beson­ders gesund ist, auch wenn es dafür kei­ne wis­sen­schaft­li­chen Bewei­se gibt. Eine Ver­mu­tung ist das Spei­chern und Ver­tie­fen von Erin­ne­run­gen und Ereig­nis­sen des vor­he­ri­gen Tages in das Langzeitgedächtnis.

Wodurch zeich­net sich ein gesun­der REM-Schlaf aus?

Der Anteil an REM-Schlaf liegt durch­schnitt­lich bei 20–25% des gesam­ten Schlaf­zy­klus. Dar­aus erge­ben sich ca. 2 Stun­den in der Nacht. Wie bereits erwähnt lau­fen die ver­schie­de­nen Pha­sen im Rhyth­mus ab und Du erreichst 90 Minu­ten nach Ein­tre­ten der Ein­schlaf­pha­se den REM-Schlaf. Lei­der lässt sich nicht sagen, was ein gesun­der REM-Schlaf ist. Bei man­chen Indi­vi­du­en sorgt ein gestör­ter REM-Schlaf für Kon­zen­tra­ti­ons­stör­run­gen, wäh­rend ande­re Men­schen nicht dadurch beein­träch­tigt wer­den. Komi­scher­wei­se ver­brin­gen Babys eine viel län­ge­re Zeit von bis zu 9 Stun­den im REM-Schlaf.

REM-Schlaf-Ver­hal­tens­stö­rung

Beim Träu­men wird der Kör­per in eine Art läh­men­den Zustand ver­setzt. Bei der Ver­hal­tens­stö­rung fällt die­se Läh­mung aus. Wäh­rend des Träu­mens kön­nen sich Betrof­fe­ne also unbe­wusst bewe­gen. Das kann für Dich selbst oder auch für dei­nen Part­ner gefähr­lich wer­den. Kör­per­li­che Ver­let­zun­gen stel­len hier eine Gefähr­dung dar, auch wenn der Betrof­fe­ne nichts für sei­ne unkon­trol­lier­ten Atta­cken kann. In den Träu­men spielt sich häu­fig eine Situa­ti­on der kör­per­li­chen Ver­tei­di­gung oder des Angriffs ab.

Den eige­nen REM-Schlaf verbessern?

Die REM-Schlaf­pha­se gezielt zu ver­bes­sern ist nicht wirk­lich mög­lich. Du kannst Dei­ne Schlaf­qua­li­tät trotz­dem ver­bes­sern und somit auch indi­rekt dei­nen REM-Schlaf. Hier ein paar schnel­le Tipps, die Du anwen­den kannst:

  • Abend­li­che Spa­zier­gän­ge und Ver­mei­den von extre­men sport­li­chen Aktivitäten
  • Ver­zicht auf Alko­hol und kof­fe­in­hal­ti­ge Getränke
  • Gere­gel­te und ten­den­zi­ell kal­te Raumtemperatur 
  • Ver­mei­den von nächt­li­chen Mahlzeiten
  • Frü­he Bett­zei­ten — Abends und Morgens!
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