Schlafparalyse - Ursachen der Lähmung in der Nacht

Schlaf­pa­ra­ly­se — Ursa­chen der Läh­mung in der Nacht

Du wachst nachts auf und willst Dich bewe­gen, aber Dein Kör­per gehorcht Dir nicht? Du bist wie gelähmt und hast viel­leicht sogar Hal­lu­zi­na­tio­nen wie bei einem Alb­traum? Das könn­te bedeu­ten, dass Du unter der soge­nann­ten Schlaf­pa­ra­ly­se lei­dest. Die Schlaf­pa­ra­ly­se ist eine Erkran­kung, die bis­her nur wenig erforscht wur­de. Mehr zum The­ma Schlaf­pa­ra­ly­se fin­dest Du hier. In die­sem Arti­kel erfährst Du mehr über die Ursa­chen der Läh­mung in der Nacht.

Schlaf­pa­ra­ly­se — was ist das eigentlich?

Die Schlaf­pa­ra­ly­se ist eine Erkran­kung, bei der die Betrof­fe­nen nachts auf­wa­chen und sich wie gelähmt füh­len, dabei aber bei vol­lem Bewusst­sein sind. Teil­wei­se kommt es dabei auch zu Hal­lu­zi­na­tio­nen wie bei einem Alb­traum. Du kannst also Din­ge sehen und hören, die gar nicht exis­tie­ren, Dich aber nicht bewe­gen oder wehren.

Die­se nächt­li­che Läh­mung ist sehr unan­ge­nehm, dient aber eigent­lich als Schutz­me­cha­nis­mus Dei­nes Kör­pers. Wür­dest Du alle Bewe­gun­gen, die Du auf­grund der Träu­me oder Hal­lu­zi­na­tio­nen aus­füh­ren möch­test, wirk­lich aus­füh­ren, wäre dies im Schlaf sehr gefähr­lich. Nor­ma­ler­wei­se nimmst Du die­se Läh­mung im Schlaf nicht wahr — wenn doch, also bei der Schlaf­pa­ra­ly­se, kann sich das sehr unan­ge­nehm anfühlen.

Schlaf­pa­ra­ly­se — Ursa­chen und Risi­ko­fak­to­ren der Schlaflähmung

Der Schlaf­pa­ra­ly­se kön­nen ver­schie­dens­te Ursa­chen zugrun­de­lie­gen. Dazu gehö­ren Krank­hei­ten wie die Nar­ko­lep­sie, aber auch vie­le wei­te­re Risikofaktoren:

  • Nar­ko­lep­sie
  • Schlaf­stö­run­gen
  • Stress
  • Angst­stö­run­gen
  • Panik­stö­run­gen
  • Gene­ti­sche Ursachen
  • Post­trau­ma­ti­sche Belastungsstörung
  • Dro­gen­miss­brauch

Vie­le die­ser Risi­ko­fak­to­ren sind eigen­stän­di­ge Erkran­kun­gen, die dann mit einer spe­zi­el­len The­ra­pie behan­delt wer­den kön­nen. Eini­ge Ursa­chen hat man aber auch selbst in der Hand, zum Bei­spiel chro­ni­schen Stress oder den Kon­sum von Alko­hol und Drogen.

In allen Fäl­len kann es hilf­reich sein, auf eine gute Schlaf­hy­gie­ne zu ach­ten und regel­mä­ßig für Ent­span­nung zu sor­gen. Liegt der Schlaf­pa­ra­ly­se eine ande­re Krank­heit, wie zum Bei­spiel die Nar­ko­lep­sie oder eine psy­chi­sche Ursa­che zugrun­de, soll­te man aller­dings auch die­se Erkran­kun­gen therapieren.

Nar­ko­lep­sie als Ursa­che der Schlafparalyse

Die Nar­ko­lep­sie ist eine neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kung, die durch eine Fehl­steue­rung des Schlaf-Wach-Rhyth­mus ent­steht. Men­schen, die unter Nar­ko­lep­sie nei­gen, haben beson­ders tags­über Sym­pto­me. Aber auch nachts kann sich die Krank­heit bemerk­bar machen, zu den Sym­pto­men gehört dann unter ande­rem die Schlaf­pa­ra­ly­se. Wei­te­re Sym­pto­me sind die Folgenden:

  • Tages­schläf­rig­keit
  • Schlaf­at­ta­cken am Tag, obwohl Du genug schläfst
  • Plötz­li­cher Ver­lust der Mus­kel-Anspan­nung, zum Bei­spiel durch star­ke Emo­tio­nen ausgelöst
  • Schlaf­läh­mung beim Ein­schla­fen oder direkt nach dem Aufwachen
  • Hal­lu­zi­na­tio­nen beim Ein­schla­fen oder Aufwachen

Durch eine The­ra­pie ist die Krank­heit Nar­ko­lep­sie zwar nicht heil­bar, doch die Sym­pto­me kön­nen sehr gut behan­delt wer­den. Es wer­den ver­schie­dens­te Metho­den von einer guten Schlaf­hy­gie­ne bis hin zu Medi­ka­men­ten ein­ge­setzt. Dadurch kön­nen Betrof­fe­ne ein nor­ma­les Leben füh­ren und haben auch eine nor­ma­le Lebenserwartung.

Schlaf­pa­ra­ly­se — Schlaf­stö­run­gen und Stress als Ursache

Die Schlaf­pa­ra­ly­se kann auch durch Schlaf­stö­run­gen oder chro­ni­schen Stress aus­ge­löst wer­den. In bei­den Fäl­len gilt es, Dei­ne Schlaf­hy­gie­ne unter die Lupe zu neh­men. Manch­mal kann es schon rei­chen, eini­ge klei­ne Din­ge zu ver­än­dern, damit Du sel­te­ner oder gar nicht mehr unter der Schlaf­pa­ra­ly­se leidest.

Eini­ge Tipps für eine gute Schlaf­hy­gie­ne sind:

  • Schla­fen in einem dunk­len Raum oder mit Schlafmaske
  • Raum­tem­pe­ra­tur von cir­ca 18 Grad
  • Schla­fen in einer ruhi­gen Umge­bung oder mit Ohrstöpsel
  • Ver­zicht auf Kaf­fee, Alko­hol oder schwe­re Mahl­zei­ten am Abend
  • Ent­span­nung am Abend, zum Bei­spiel ein Ritu­al wie einen Tee, Yoga oder Lesen
  • Ver­zicht auf Bild­schir­me am Abend, zum Bei­spiel Han­dy oder Fernseher
  • Bewe­gung an der fri­schen Luft

Wenn Du eini­ge die­ser Punk­te für Dich umset­zen kannst, kannst Du damit mög­li­cher­wei­se die Ursa­che der Schlaf­pa­ra­ly­se bei Dir sogar schon behe­ben. Und auch wenn ande­re Erkran­kun­gen, wie zum Bei­spiel eine Angst­stö­rung oder die Nar­ko­lep­sie die Ursa­che Dei­ner Schlaf­pa­ra­ly­se sind, gehört eine gute Schlaf­hy­gie­ne zur The­ra­pie der Schlafparalyse.

Feli­ci­tas Weil von der Ahe

Feli­ci­tas hat Wirt­schafts- und Poli­tik­wis­sen­schaf­ten stu­diert. Nach drei Jah­ren in der Unter­neh­mens­be­ra­tung arbei­tet sie momen­tan in einem der größ­ten deut­schen Fin­Techs. Seit­dem Feli­ci­tas eine Krank­heit ver­schleppt hat, hat sie sich inten­siv mit dem The­ma Schla­fen aus­ein­an­der­ge­setzt. Unter ande­rem war dies der Grund die Unter­neh­mens­be­ra­tung zu ver­las­sen. Feli­ci­tas Visi­on ist es Schla­fen, wie Sport und Ernäh­rung, in den Mit­tel­punkt unse­rer Gesell­schaft zu rücken.

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