Guter Schlaf durch guten Stoffwechsel

Die Rele­vanz des Schla­fes für unser Leben

Lese­dau­er 4 Minu­ten
  • Schlaf ist nicht nur ein not­wen­di­ges Übel, son­dern ist wesent­lich für ein lan­ges und gesun­des Leben
  • Wäh­rend des Schla­fes rege­ne­riert der Kör­per, wird das Immun­sys­tem gestärkt, wer­den Lern- und Ver­ar­bei­tungs­pro­zes­se in Gang gesetzt und Abfall­pro­duk­te wer­den abtransportiert
  • Schlaf spielt sowohl für die kör­per­li­che als auch für die geis­ti­ge Leis­tungs­fä­hig­keit eine wich­ti­ge Rolle
  • Schla­fen stei­gert die kurz­fris­ti­ge Leis­tungs­fä­hig­keit und redu­ziert er das mit­tel- bis lang­fris­ti­ge Krankheitsrisiko
  • Wie viel Schlaf ein Mensch benö­tigt, ist in sei­nen Genen fest­ge­schrie­ben, sprich individuell
  • Die meis­ten Erwach­se­nen benö­ti­gen pro Nacht etwa sie­ben bis neun Stun­den Schlaf
  • Die wich­tigs­ten Tipps zu einem erhol­sa­men Schlaf wer­den unter dem Stich­wort Schlaf­hy­gie­ne zusam­men­ge­fasst

Das The­ma Schlaf hat in den letz­ten Jah­ren in der Öffent­lich­keit an Bedeu­tung und Auf­merk­sam­keit gewon­nen. Ver­ant­wort­lich dafür sind ver­schie­de­ne Fak­to­ren. Einer­seits gibt es immer mehr Stu­di­en und wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten zu dem The­ma. Auch über die Fol­gen von dau­er­haf­tem Schlaf­man­gel wer­den immer mehr Fak­ten und Details bekannt. Ande­rer­seits kom­men in einer immer schnel­ler wer­den­den Gesell­schaft Ruhe und Schlaf zuneh­mend zu kurz. Die enor­men Belas­tun­gen im All­tag füh­ren ver­mehrt zu Schlaf­pro­ble­men. Vie­len wird dadurch erst bewusst, wie wich­tig guter und erhol­sa­mer Schlaf ist und welch ent­schei­den­de Rol­le er im Leben spielt.

Das Schlaf wich­tig für den Orga­nis­mus ist, erken­nen wir bereits dar­an, wie vehe­ment unser Kör­per sein Recht auf die­se Erho­lung ein­for­dert.
Noch immer ist der Schlaf auf vie­len Fel­dern uner­forscht.
Gesi­cher­te Erkennt­nis­se über den Schlaf und des­sen Bedeu­tung gewin­nen For­scher vor allem durch die Aus­wir­kun­gen von Schlaf­ent­zug auf Kör­per und Geist. Dank moder­ner Unter­su­chungs­me­tho­den kön­nen sie mitt­ler­wei­le auch wäh­rend des Schlafs ver­schie­de­ne Mes­sung durch­füh­ren (z. B., die Akti­vi­tät der Gehirn­area­le).
Nach bis­he­ri­gen Wis­sen­stand hat der Schlaf drei wesent­li­che Funktionen:

1. Rege­ne­ra­ti­on und Stär­kung des Immunsystems

Der Tag-Nacht-Rhyth­mus und somit auch der Schlaf sind wich­ti­ge Takt­ge­ber für den mensch­li­chen Kör­per. In der Nacht ändert sich der Hor­mon­haus­halt ent­schei­dend: Wir ver­spü­ren weni­ger Hun­ger und Durst, dafür lau­fen Rege­ne­ra­ti­ons­pro­zes­se auf Hoch­tou­ren. So ist im Schlaf bei­spiels­wei­se die Wund­hei­lung erhöht und Zel­len rege­ne­rie­ren sich schnel­ler. Dafür sorgt die Aus­schüt­tung von Wachs­tums­hor­mo­nen. Die­se stärkt auch das Immun­sys­tem und macht uns wider­stands­fä­hi­ger gegen­über Krankheiten.

2. Lern- und Verarbeitungsprozesse

Vor allem bei Kin­dern scheint Schlaf, ins­be­son­de­re der REM Schlaf, eine gro­ße Rol­le für die Ent­wick­lung zu spie­len. Dau­er­haf­ter Schlaf­man­gel kann die Ent­wick­lung beein­träch­ti­gen und zu Ver­hal­tens­stö­run­gen füh­ren. Wis­sen­schaft­ler gehen davon aus, dass tags­über akti­vier­te Ver­knüp­fun­gen im Gehirn in der Nacht wie­der­holt akti­viert und damit gefes­tigt werden.

Aber auch bei Erwach­se­nen fin­den Lern­pro­zes­se unbe­wusst im Schlaf statt. Wis­sen­schaft­ler brach­ten Pro­ban­den schwie­ri­ge Logik­übun­gen bei. Ein Teil der Ver­suchs­per­so­nen durf­te nach dem Ler­nen schla­fen, ein ande­rer muss­te wach blei­ben. Die Teil­neh­mer, die schla­fen durf­ten, hat­ten danach beim Lösen von Logik­auf­ga­ben häu­fi­ger Geis­tes­blit­ze, als die ohne Schlaf.

Dar­über hin­aus spielt Schlaf eine wich­ti­ge Rol­le für das Gedächt­nis. Nachts wan­dern Erin­ne­run­gen aus dem Kurz- in das Lang­zeit­ge­dächt­nis. So ver­hin­dert das Gehirn, dass die Kurz­zeit­spei­cher über­las­tet wer­den.
Auch Gefüh­le wer­den nachts ver­ar­bei­tet und sortiert.

3. Ent­sor­gung von Abfallstoffen

Erst im letz­ten Jahr­zehnt ent­deck­ten For­scher das soge­nann­te glympha­ti­sche Sys­tem, das mut­maß­lich für den Abtrans­port von Abfall­stof­fen aus dem Gehirn und dem Rücken­mark (zen­tra­les Ner­ven­sys­tem) zustän­dig ist. Im wachen Zustand ist sei­ne Akti­vi­tät stark ein­ge­schränkt, dafür arbei­tet es im Schlaf auf Hoch­tou­ren. Wis­sen­schaft­ler konn­ten nach­wei­sen, dass die Zel­len im Gehirn nachts schrump­fen, damit zwi­schen ihnen beson­ders viel Raum für den Abtrans­port von Abfall­pro­duk­ten des Stoff­wech­sel ist. Inwie­fern Stö­run­gen des glympha­ti­schen Sys­tems mit Erkran­kun­gen wie Alz­hei­mer oder Par­kin­son zusam­men­hän­gen, wird der­zeit noch erforscht.

Da Schlaf so wich­tig für uns Men­schen ist, wirkt er sich auf vie­le Gebie­te unse­res Kör­pers und Geists kurz‑, mit­tel- und lang­fris­tig posi­tiv aus. 

Kurz­fris­tig

Men­schen, die aus­rei­chend und erhol­sam schla­fen, sind leis­tungs­fä­hi­ger und kön­nen Impul­se und Emo­tio­nen bes­ser steu­ern. Frisch aus­ge­ruht sind außer­dem die Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit sowie die kör­per­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit am besten. 

Mit­tel- und langfristig

Aber auch mit­tel- und lang­fris­tig wirkt sich ein gesun­der Schlaf posi­tiv aus. Er kann beispielsweise:

  • das Immun­sys­tem stärken
  • Herz­in­fark­ten und Schlag­an­fäl­len vorbeugen
  • das Risi­ko für Über­ge­wicht und Dia­be­tes senken
  • der Ent­ste­hung von Depres­sio­nen vorbeugen
  • bei Kin­dern eine alters­ge­rech­te und gesun­de Ent­wick­lung unterstützen

In unse­rem Arti­kel “Power Nap — Dein Ener­gie­boos­ter” fin­den Sie mehr über die posi­ti­ven Effek­te von Power Naps.

Wie viel Schlaf ein Mensch benö­tigt, ist in sei­nen Genen fest­ge­schrie­ben. Auch ob man eher früh auf­wacht (Ler­chen) oder abends (Eulen) beson­ders leis­tungs­fä­hig ist, hängt vom per­sön­li­chen Schlaf­typ ab.
Exper­ten gehen davon aus, dass die meis­ten Erwach­se­nen pro Nacht etwa sie­ben bis neun Stun­den Schlaf benö­ti­gen. Neue­re For­schungs­er­geb­nis­se zei­gen dabei, dass zu viel Schlaf oft eben­so schäd­lich sein kann, wie zu wenig.
Ein nor­ma­ler Schlaf­zy­klus beinhal­tet zu Beginn der Nacht lan­ge Tief­schlaf­pha­sen, die immer kür­zer wer­den. Gleich­zei­tig nimmt der Anteil des REM Schlafs zu. Bei­de Arten sind im Zusam­men­spiel wich­tig für einen erhol­sa­men Schlaf.
Wie viel Schlaf jede Per­son tat­säch­lich braucht, kann ihm oder ihr nur ihr per­sön­li­ches Gefühl sagen. Wer sich mehr als die Hälf­te der Tage beim Auf­wa­chen müde und nicht aus­ge­ruht fühlt, lei­det wahr­schein­lich unter chro­ni­schem Schlafmangel.

Schlaf­for­scher und ‑medi­zi­ner fas­sen unter dem Begriff Schlaf­hy­gie­ne die wich­tigs­ten Tipps und Vor­aus­set­zun­gen für einen erhol­sa­men Schlaf zusam­men. Wer unter Schlaf­stö­run­gen und deren nega­ti­ven Fol­gen lei­det, soll­te sich nicht nur mit dem The­ma Schlaf­hy­gie­ne befas­sen, son­dern auch ver­su­chen die Ursa­chen für die Stö­rung zu finden.

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Felicitas Weil von der Ahe

Feli­ci­tas Weil von der Ahe

Feli­ci­tas hat Wirt­schafts- und Poli­tik­wis­sen­schaf­ten stu­diert. Nach drei Jah­ren in der Unter­neh­mens­be­ra­tung arbei­tet sie momen­tan in einem der größ­ten deut­schen FinTechs. Seit­dem Feli­ci­tas eine Krank­heit ver­schleppt hat, hat sie sich inten­siv mit dem The­ma Schla­fen aus­ein­an­der­ge­setzt. Unter ande­rem war dies der Grund die Unter­neh­mens­be­ra­tung zu ver­las­sen. Feli­ci­tas Visi­on ist es Schla­fen, wie Sport und Ernäh­rung, in den Mit­tel­punkt unse­rer Gesell­schaft zu rücken.

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