Atemaussetzer in der Nacht - alles noch normal oder doch gefährlich?

Atem­aus­set­zer in der Nacht — alles noch nor­mal oder doch gefährlich?

Lese­dau­er 3 Minu­ten

Vie­le Leu­te ken­nen das erschre­cken­de Gefühl in der Nacht plötz­lich auf­zu­wa­chen und ein Gefühl der Luft­not zu haben. Das kann ein­fach an einem schlech­ten Traum lie­gen oder an einem lau­ten Geräusch von drau­ßen. Was aber wenn Dir mehr­mals nächt­lich die Luft weg­bleibt? Ist das alles noch nor­mal? Wenn du zu den 5% der Deut­schen gehörst, die an einer Schlaf­apnoe lei­den, soll­test Du einen Spe­zia­lis­ten auf­su­chen und Dich bera­ten las­sen! Atem­aus­set­zer kön­nen Dir nicht nur den Schlaf ver­mie­sen, son­dern auch lebens­ge­fähr­lich sein.

Woher kom­men die Atemaussetzer?

Der Grund für die Luft­not im Schlaf liegt haupt­säch­lich an schlaf­fer und zu ent­spann­ter Mus­ku­la­tur im Mund- und Rachen­raum — man spricht von einer Apnoe. Bei der Schlaf­apnoe fällt die Mus­ku­la­tur in die­sem Bereich ein und ver­engt die Atem­we­ge. Luft kann nur noch schwer zur Lun­ge gelan­gen und der Kör­per erhält zu wenig Sauer­stoff. Die­se Form wird auch obstruk­ti­ve Apnoe genannt und ist eine ernst zu neh­men­de Erkran­kung. Sel­ten kann auch ein Pro­blem der Atem­steue­rung im Gehirn zur schlech­ten Belüf­tung der Lun­ge füh­ren. Hier spricht man von einer zen­tra­len Apnoe. Im wachen Zustand kann die Atmung bewusst gesteu­ert wer­den. In der Nacht läuft das Gan­ze anders, da das Gehirn die Atmung eigen­stän­dig steu­ern muss. 

Merk­ma­le der Schlafapnoe

Haupt­merk­mal der Erkran­kung ist das Aus­set­zen der Atmung in der Nacht. Bei der obstruk­ti­ven Apnoe ist ver­stärk­tes Schnar­chen mit Atem­pau­sen zu ver­mer­ken und kann als Hin­weis die­nen. Es ist wich­tig zu beach­ten, dass nicht jeder Betrof­fe­ne auch direkt schnarcht. Rund 20% der Erkrank­ten schnar­chen sel­ten bis gar nicht. Wei­te­re Merk­ma­le sind Tages­mü­dig­keit und häu­fi­ge Toi­let­ten­gän­ge. Bei der zen­tra­len Apnoe kann es zu ähn­li­chen Sym­pto­men kom­men. Häu­fig tritt die­se Form der Erkran­kung nach einem Schlag­an­fall oder bei ver­min­der­ter Herz­leis­tung auf. 

Ursa­chen für das Auf­tre­ten der Krankheit

Zen­tra­le Schlaf­apnoe ist häu­fig eine Neben­er­kran­kung einer ande­ren oder zuvor ent­stan­de­nen Krank­heit . Bei der obstruk­ti­ven Apnoe kön­nen diver­se Fak­to­ren eine Rol­le spie­len. Die Ver­en­gung der Atem­we­ge ist haupt­säch­lich auf den Lebens­stil des Betrof­fe­nen zurück­zu­füh­ren und kann zum Ver­bes­sern oder Ver­schlech­tern der Erkran­kung füh­ren. Der Kon­sum von Alko­hol und Ziga­ret­ten erhöht das Risi­ko erheb­lich. Außer­dem kön­nen Stress, Über­ge­wicht und abnor­ma­le Schla­fens­zei­ten zum Ein­set­zen der Krank­heit führen. 

Wie gefähr­lich sind die Atemaussetzer?

Bei die­ser Fra­ge kommt es stark auf die Dau­er und die Häu­fig­keit der Atem­pau­sen an. Die Atmung wird in der Nacht von Träu­men und äußer­li­chen Fak­to­ren beein­flusst, daher kann auch gesun­den Men­schen der Atem aus­set­zen. Betrof­fe­ne der Schlaf­apnoe haben jedoch häu­fi­ge Aus­set­zer, wel­che zwi­schen zwei und zehn Sekun­den andau­ern kön­nen. Dadurch kann eine lebens­ge­fähr­li­che Situa­ti­on ent­ste­hen, da die Sauer­stoff­ver­sor­gung unter­bro­chen wird. Bei der Häu­fig­keit soll man aktiv beob­ach­ten, wie vie­le Male die Atmung aus­setzt. Wenn man mehr als fünf­mal in der Stun­de Atem­stö­run­gen ver­merkt, soll­te man schnellst­mög­lich einen Arzt auf­su­chen. Die Schlaf­apnoe kann auf Dau­er dem gan­zen Kör­per schä­di­gen. Tages­mü­dig­keit und Schläf­rig­keit kön­nen Dir im Ver­kehr zum Ver­häng­nis wer­den. Auch auf die Psy­che kön­nen die sonst ent­spann­ten Näch­te einen star­ken Ein­fluss haben.

Wel­che Behand­lungs­mög­lich­kei­ten gibt es?

Maß­nah­men hän­gen von der Stär­ke der Erkran­kung ab. Bei einer leich­ten Form der Apnoe reicht es meist aus sei­nen Lebens­stil zu ändern und sich auf sei­ne Gesund­heit zu kon­zen­trie­ren. Du soll­test auf Alko­hol und Ziga­ret­ten ver­zich­ten. Ärz­te emp­feh­len außer­dem das Gewicht zu redu­zie­ren und genü­gend Sport zu trei­ben. Ach­te bei Dei­nem Schlaf­zy­klus auf recht­zei­ti­ge Bett­zei­ten. Bei einer schwe­ren Erkran­kung kann eine Atem­the­ra­pie von Nöten sein. Dabei hilft eine Atem­mas­ke die Lun­ge aus­rei­chend zu belüf­ten. Der Zusam­men­fall der Rachen­mus­ku­la­tur wird somit ver­hin­dert. Im sel­tens­ten Fall wird ein Teil der Rachen­mus­ku­la­tur ope­ra­tiv behandelt. 

So soll­test Du vorgehen!

Wenn Du das Gefühl hast, von einer Schlaf­apnoe betrof­fen zu sein, bleibt Dir der Besuch beim Arzt nicht erspart. Die Erkran­kung muss von einem Spe­zia­lis­ten beob­ach­tet wer­den. Hier wird Dich der Arzt an ein Schlaf­la­bor wei­ter­lei­ten und Dei­ne Atem­aus­set­zer wer­den genau­es­tens unter­sucht. Wenn du mehr von Schlaf­la­bo­ren erfah­ren möch­test, oder Du dich direkt an das Schlaf­la­bor in dei­ner Nähe wen­den möch­test, schau dich doch mal hier um! Unse­re Web­site bie­tet alles Wich­ti­ge um das The­ma und was du alles wis­sen solltest.

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