Schlafposition bei ISG Blockade

ISG Blo­cka­de — Das ist die opti­ma­le Schlafposition

Eini­ge kör­per­li­che Beschwer­den kön­nen sich deut­lich auf die Schlaf­po­si­ti­on und die Schlaf­qua­li­tät aus­wir­ken. Wenn eine gewohn­te Schlaf­po­si­ti­on nicht mög­lich ist kann dies oft zu Ein­schlaf- und Durch­schlaf­stö­run­gen füh­ren. Das Ilio­sa­kral­ge­lenk (kurz ISG) federt die Bewe­gun­gen des Ober­kör­pers ab und lei­tet sie in Hüf­te und Ober­schen­kel. Die­se Ver­bin­dungs­stel­le kann sich schnell blo­ckie­ren und zu einer schmerz­haf­ten ISG Blo­cka­de füh­ren. Damit sich die Blo­cka­de nicht wei­ter ver­tieft ist es wich­tig auf die rich­ti­ge Schlaf­po­si­ti­on zu ach­ten. Dabei muss vor allem die natür­li­che Stel­lung der Wir­bel­säu­le beach­tet werden. 

Was ist eine ISG Blockade?

Bei einer Blo­cka­de des Ilio­sa­kral­ge­lenk ist die Bewe­gungs­frei­heit des Gelen­kes ein­ge­schränkt. Die Gelenk­flä­chen sind nicht in ihrer rich­ti­gen Posi­ti­on und rufen durch die Rei­bung Schmer­zen her­vor. Vor allem über dem Gesäß erlei­den Betrof­fe­ne Schmer­zen, die sich häu­fig zu Rücken­schmer­zen aus­deh­nen. Sym­pto­me sind vor allem ein ein­sei­ti­ger Schmerz und ein tief sit­zen­der Rücken­schmerz, der wan­dert und sich aus­strahlt. Phy­sio­the­ra­pie kann oft hel­fen die­sen Schmerz zu lindern. 

Doch gera­de Betrof­fe­ne, die an einer ISG Blo­cka­de lei­den, haben Schwie­rig­kei­ten die rich­ti­ge Schlaf­po­si­ti­on für sich zu fin­den. Vor allem bei Dre­hun­gen zu einer Sei­te kön­nen Schmer­zen auftreten. 

Woher kann eine ISG Blo­cka­de kommen?

Lan­ge Zeit im Büro sit­zend und eine zu gerin­ge Belas­tung der Mus­ku­la­tur kön­nen dazu füh­ren, dass die Wir­bel geschä­digt wer­den. Aber auch plötz­li­che unge­wohn­te Bewe­gun­gen kön­nen zu einer ISG Blo­cka­de füh­ren. Dies macht sich meist durch ein deut­li­ches Kna­cken bemerk­bar. Aber auch ent­zünd­li­che Erkran­kun­gen mit mecha­nisch beding­ter Über­las­tung kann es zu einer Kno­chen­ver­dich­tung und in Fol­ge einer ISG kommen. 

Um das Gleich­ge­wicht wie­der­her­zu­stel­len kön­nen Bewe­gung, Deh­nung der und Kräf­ti­gung der Becken­mus­ku­la­tur aber auch Ent­las­tung sowie eine Wärmebehandlung 

Die opti­ma­le Schlaf­po­si­ti­on mit ISG Blockade

Betrof­fe­ne schla­fen am bes­ten lie­gend auf dem dem Rücken. Hier sind die Schmer­zen am gerings­ten. Die Bei­ne soll­ten dabei aus­ge­streckt sein, da ange­zo­ge­ne Bei­ne Schmer­zen ver­ur­sa­chen kön­nen. Wich­tig ist es bei einer guten Schlaf­po­si­ti­on immer die Wir­bel­säu­le zu unter­stüt­zen. Die natür­li­che Krüm­mung die­ser soll­te dabei beach­tet und sta­bi­li­siert wer­den. Zunächst soll­test Du trotz der Ver­lo­ckung nicht zu sich auf­tür­men­den Kis­sen grei­fen, son­dern eher fla­che­re Model­le bevor­zu­gen, vor allem als Rücken­schlä­fer. In der Sei­ten­la­ge ist die leich­te natür­li­che Wöl­bung der Wir­bel­säu­le deut­lich zu erkennen. 

Die Rücken­la­ge ist für Men­schen mit ISG Blo­cka­de die schon­ends­te, wodurch mit einem fla­chen Kis­sen die Hals­wir­bel­säu­le gestützt wer­den kann. Dadurch kann sich Dein Kör­per ent­span­nen und die Wir­bel­säu­le liegt sta­bil. Außer­dem kann ein dün­nes Kis­sen unter den Knien für wei­te­re Sta­bi­li­sie­rung sorgen.

Bei einer Sei­ten­schlä­fer­po­si­ti­on soll­test Du mit einer ISG Blo­cka­de auf spe­zi­el­le Sei­ten­schlä­fer­kis­sen ach­ten oder ein Kis­sen unter der Hals­wir­bel­säu­le lagern. Nur so kannst Du ver­mei­den, dass die Wir­bel­säu­le auf einer Sei­te ein­fällt und die Beschwer­den ver­grö­ßert. Ansons­ten kön­nen star­ke Schmer­zen beim Schla­fen in Sei­ten­la­ge auf­tre­ten. Wenn Dein Kör­per nur an einer bestimm­ten Stel­le ver­tieft ein­sinkt, kann die ein­sei­ti­ge Belas­tung die Schmer­zen ver­grö­ßern. Daher soll­te vor allem in einer Sei­ten­po­si­ti­on auf eine gera­de Wir­bel­säu­le geach­tet werden. 

Eine Bauch­la­ge wird bei ISG Blo­cka­de nicht emp­foh­len. Oft ent­steht ein Hohl­kreuz im unte­ren Rücken. Dies soll­test Du bei Schmer­zen ver­mei­den. Die Über­stre­ckung der Hals­wir­bel­säu­le führt zu Fehl­hal­tun­gen. Daher ist es nicht emp­foh­len aus­schließ­lich in einer Bauch­la­ge zu schlafen.

So kann Dein Schlaf bei ISG Blockade verbessert werden
So schläfst du auch mit ISG Blo­cka­de gut.

Tipps für einen bes­se­ren Schlaf 

Ein wich­ti­ger Punkt ist die Wahl dei­ner Matrat­ze sowie dei­nes Kis­sens. Dei­ne Matrat­ze soll­te auf dein Kör­per­ge­wicht und dei­ne Bedürf­nis­se abge­stimmt sein. Einen Ver­gleich ver­schie­de­ner Matrat­zen und wel­che die rich­ti­ge für Dich ist fin­dest du eben­falls auf unse­rer Web­site! Vor allem der Här­te­grad der Matrat­ze ist sehr wich­tig. Dein Kör­per soll­te nicht auf­grund einer zu wei­chen Matrat­ze zu tief ein­sin­ken. Wei­ter­hin soll­te Dei­ne Matrat­ze die rich­ti­ge Län­ge für Dich haben. Dei­ne Füße soll­ten nicht unbe­quem über das Ende hinaushängen. 

Außer­dem soll­test Du auf das rich­ti­ge Kis­sen ach­ten und je nach Schlaf­po­si­ti­on anpas­sen. Fin­de her­aus, wel­ches Kis­sen am bes­ten für dich passt! Dein Kis­sen soll­te dabei kei­ne zu domi­nan­te Posi­ti­on einnehmen. 

Die ISG Blo­cka­de ist sicher­lich unan­ge­nehm. Mit unse­ren Tipps kannst du die Beschwer­den aller­dings lin­dern. Dabei ist neben der rich­ti­gen Matrat­ze und dem rich­ti­gen Kis­sen die Schlaf­po­si­ti­on ent­schei­dend. Wir emp­feh­len dir mög­lichst in Rücken­la­ge zu schla­fen, da dies bei ISG Blo­cka­de die bevor­zug­te Schlaf­po­si­ti­on ist und den Druck auf den Rücken mini­miert. Dane­ben emp­feh­len wir aus­rei­chend Bewe­gung und Rücken­gym­nas­tik zu machen. 

Alle wei­te­ren Schrit­te und Schmerz­lin­de­rungs­pro­zes­se soll­ten selbst­ver­ständ­lich mit einem Arzt abge­spro­chen werden. 

Katha­ri­na Hahn

Katha­ri­na stu­diert Poli­tik­wis­sen­schaf­ten in Fried­richs­ha­fen. Wäh­rend des Stu­di­ums hat sie mit zwei Neben­jobs gemerkt, wie sich zu wenig Schlaf auf Geist und Kör­per aus­wir­ken kann. Aus fami­liä­ren Grün­den hat sie das The­ma Schlaf schon früh als wich­tig erkannt und sich inten­siv mit dem The­ma aus­ein­an­der­ge­setzt. Ihr ist es wich­tig die­ses Wis­sen wei­ter­zu­ge­ben, um zu einem gesün­de­ren Schlaf beizutragen.

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