Helles Schlafzimmer

Hel­lig­keit im Schlaf­zim­mer — das soll­test Du dar­über wissen

  • Ein hel­les Schlaf­zim­mer hat nega­ti­ven Ein­fluss auf Dei­nen Schlaf
  • Die Hel­lig­keit beein­flusst Dei­nen zir­ka­dia­nen Rhythmus
  • Wir geben dir Tipps, wie dun­kel Dein Schlaf­zim­mer sein soll­te für Dei­nen per­fek­ten Schlaf

Vie­le klei­ne Umstän­de beein­flus­sen die Schlaf­qua­li­tät. So auch die Hel­lig­keit in Dei­nem Schlaf­zim­mer. Stu­di­en zufol­ge kann ein kom­plett ver­dun­kel­tes Schlaf­zim­mer Dei­nen Schlaf stark verbessern.

Aber war­um soll­test Du in einem dunk­len Raum schla­fen? Hier­für gibt es vor allem einen Grund. Denn das Licht in dei­nem Schlaf­zim­mer hält Dich nicht nur vom Schla­fen ab. Es beein­flusst auch dei­ne inne­re Uhr bzw. dei­nen zir­ka­dia­nen Rhythmus.

Und der ist unter ande­rem für Dei­ne Schla­fens- und Wach­zei­ten ver­ant­wort­lich. Am Abend pro­du­ziert Dein Kör­per Mela­to­nin und Du fühlst dich müde. Am Mor­gen sinkt dein Mela­ton­in­spie­gel wie­der ab und Du wachst auf.

Darstellung der Wirkung von Vitamin D, Serotonin und Melatonin.
Das Vit­amin D der Son­ne stei­gert Dei­ne Müdigkeit

Ist dein Schlaf­platz aller­dings zu hell, kann das dei­nen Mela­ton­in­spie­gel in der Nacht um bis zu 50% absen­ken. Die Fol­ge? Ein unru­hi­ger und nicht-erhol­sa­mer Schlaf, der über einen län­ge­ren Zeit­raum sogar Dei­nen Alte­rungs­pro­zess beschleu­ni­gen kann!

Doch Schlaf­mas­ken allei­ne kön­nen das Hel­lig­keits­pro­blem nicht lösen. Denn wir neh­men Hel­lig­keit auch über unse­re Haut war. Ähn­lich der Netz­haut unse­rer Augen ver­fügt unse­re Haut über Foto­re­zep­to­ren, durch die Licht­ver­än­de­run­gen wahr­ge­nom­men werden. 

Schon bei gerin­ger Hel­lig­keit sen­det dei­ne Haut Signa­le an Dein Hirn und Dei­ne Orga­ne. Dein Mela­ton­in­spie­gel sinkt und dein Schlafrhyth­mus wird gestört. Und das trotz Schlafmaske.

Aber wie hell darf es nachts sein, ohne dass dein Schlaf gestört wird? Laut einer Stu­die zur Schlaf­qua­li­tät von Kin­dern, kann selbst ein ein­fa­ches Nacht­licht schon nega­ti­ve Fol­gen haben.

Die Stu­die fand, dass Kin­der die im Hel­len schlie­fen eher eine Kurz­sich­tig­keit ent­wi­ckel­ten, als Kin­der deren Schlaf­zim­mer kom­plett dun­kel war.

Die 479 Kin­der unter 2 Jah­ren wur­den auf 3 Ver­suchs­grup­pen aufgeteilt

  1. Kin­der schla­fen in Dun­kel­heit -> 10% ent­wi­ckel­ten Kurzsichtigkeit
  2. Kin­der schla­fen mit Nacht­licht -> 34% ent­wi­ckel­ten Kurzsichtigkeit
  3. Kin­der schla­fen mit Decken­licht -> 55% ent­wi­ckel­ten Kurzsichtigkeit

Die Ergeb­nis­se die­ser Stu­die sind erschre­ckend. Doch sie zei­gen, wel­chen star­ken Effekt Licht auf unse­ren Kör­per und Bio­rhyth­mus hat, wenn wir schlafen.

Wis­sen­schaft­ler emp­feh­len des­halb, in einem stock­dunk­len Raum zu schla­fen. Wenn man die Hand nicht mehr vor Augen sehen kann, schläft es sich am besten.

Des­halb ver­su­che die Hel­lig­keit in dei­nem Schlaf­zim­mer so gut es geht zu redu­zie­ren. Hol dir licht­dich­te Vor­hän­ge oder ver­dunk­le Dein Schlaf­zim­mer durch Roll­la­den. Das ist beson­ders wich­tig, wenn Du in der Innen­stadt wohnst. Die Licht­ver­schmut­zung von drau­ßen kann dei­nen Schlaf beson­ders stark stören.

Aber auch die Far­be des Lichts ist ent­schei­dend. Blau­es Licht beein­flusst unse­ren Mela­ton­in­spie­gel und zir­ka­dia­nen Rhyth­mus dop­pelt so stark wie rotes Licht.

Erset­ze also am bes­ten dei­nen Digi­tal­we­cker durch einen (nicht leuch­ten­den) ana­lo­gen Wecker und ver­mei­de blau­es Bild­schirm­licht vor dem Ein­schla­fen. Außer­dem ist es rat­sam, vor dem Ein­schla­fen hel­les Decken­licht durch Ker­zen oder war­mes, dämm­ri­ges Licht zu ersetzen.

Ich hof­fe, dass dir unse­re Tipps dabei hel­fen erhol­sa­mer und bes­ser zu schlafen!


Marius Derkum

Mari­us Derkum

Mari­us stu­diert Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaf­ten und Digi­ta­les Mar­ke­ting. Wäh­rend sei­ner Stu­di­en­zeit hat er die dras­ti­schen Fol­gen eines unste­ten Schlaf­zy­klus am eige­nen Kör­per gespürt. Um sei­ne phy­si­sche und psy­chi­sche Leis­tung zu ver­bes­sern, hat er sich des­halb inten­siv mit dem The­ma Schlaf aus­ein­an­der­ge­setzt. Sein Ziel ist es, durch infor­ma­ti­ve und unter­halt­sa­me Arti­kel die Bedeu­tung eines regel­mä­ßi­gen Schlafrhyth­mus aufzuzeigen.

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