Mann mit Baby

Schlaf­stö­run­gen: Ein umfas­sen­der Überblick

  • Schlaf­stö­run­gen wer­den in pri­mä­re und sekun­dä­re Schlaf­stö­run­gen eingeteilt.
  • Die Ursa­che für Schlaf­stö­run­gen las­sen sich bei pri­mä­ren Schlaf­stö­run­gen oft in Lebens- oder Schlaf­ge­wohn­hei­ten finden.
  • Bei sekun­dä­ren Schlaf­stö­run­gen lie­gen die Ursa­chen in kör­per­li­chen oder see­li­schen Erkrankungen.
  • Zu den häu­figs­ten For­men von Schlaf­stö­run­gen zäh­len unter ande­rem Insom­ni­en, Schlaf­be­zo­ge­ne Bewe­gungs­stö­run­gen, Schlaf­be­zo­ge­ne Atmungs­stö­run­gen, Hypersomnien.
  • Die Dia­gno­se von Schlaf­stö­run­gen fin­det in der Regel mit­tels Anam­mese und/ oder Schlaf­la­bor statt.

Durch­schnitt­lich schla­fen gesun­de Men­schen zwi­schen 6 und 7 Stun­den. 24 Pro­zent der Men­schen schla­fen jedoch kür­zer und rund 16 Pro­zent schla­fen län­ger als der Durch­schnitt. Guter Schlaf ist essen­zi­ell für ein gesun­des Leben. Im Schlaf wer­den wäh­rend des Tages auf­ge­nom­me­ne Infor­ma­tio­nen ver­ar­bei­tet. Das Gehirn schafft dabei geis­ti­ge Ord­nung. Dies hat nicht nur Aus­wir­kun­gen auf die geis­ti­ge Gesund­heit, son­dern auch auf die kör­per­li­che Gesund­heit. Denn Men­schen mit gutem Schlaf lei­den sel­te­ner an Über­ge­wicht und sie haben ein stär­ke­res Immun­sys­tem. Schlaf­stö­run­gen und die dar­aus oft resul­tie­ren­de Schlaf­lo­sig­keit kön­nen dage­gen einen gro­ßen nega­ti­ven Effekt auf unse­re Gesund­heit haben. 

Anzahl von Erwerbspersonen mit Schlafstörungen in Deutschland nach ambulanter Diagnose im Jahr 2017.
Häu­fig­keit ver­schie­de­ner Schlaf­stö­run­gen deut­scher Erwerbstätigen.

Der Schlaf von jedem Zehn­ten ist gestört

Eine Nacht mit unru­hi­gem Schlaf vor einer Prü­fung oder vor der eige­nen Hoch­zeit, das kennst Du bestimmt auch. Doch wenn sich die Näch­te mit schlech­tem Schlaf zu sehr häu­fen, dann spricht man von Schlaf­stö­run­gen. Patho­lo­gisch wer­den die Schlaf­stö­run­gen ins­be­son­de­re, wenn sich die Pro­ble­me über meh­re­re Wochen erstre­cken. Spä­tes­tens dann soll­te man sich auf die Suche nach den Ursa­chen machen und im Zwei­fel pro­fes­sio­nel­le Hil­fe holen. Ein gestör­ter Schlaf gehört zu den häu­figs­ten gesund­heit­li­chen Pro­ble­men in Deutsch­land. Denn laut BARMER Gesund­heits­re­port 2019 haben mehr als 2,5 Mio. der Erwerbs­tä­ti­gen Men­schen in Deutsch­land mit einer dia­gnos­ti­zier­ten Schlaf­stö­rung zu kämp­fen. Das sind mehr als 5 Pro­zent. Schließt man dage­gen zusätz­lich die nicht dia­gnos­ti­zier­ten Fäl­le mit ein, dürf­te die Zahl der Per­so­nen mit Schlaf­stö­run­gen deut­lich über 10 Pro­zent liegen.

Die Sym­pto­me von Schlaf­stö­run­gen sind viel­fäl­tig. Man kann die­se jedoch in zwei Kate­go­rien ein­tei­len. Die ers­te Kate­go­rie umfasst dabei Sym­pto­me, die das Ein­schla­fen, Durch­schla­fen oder eine ver­min­der­te Erhol­sam­keit des Schlafs betref­fen. Die zwei­te Kate­go­rie bezieht sich auf Sym­pto­me bei Tag und damit zum Bei­spiel auf Müdig­keit, ver­min­der­te Kon­zen­tra­ti­on und Abgeschlagenheit.

Prak­tisch alle Betrof­fe­nen lei­den unter wenig erhol­sa­men Schlaf und sind des­halb tags­über häu­fig weni­ger leis­tungs­fä­hig. Die Schlaf­stö­run­gen kön­nen jedoch auch zu extre­mer Schlaf­lo­sig­keit füh­ren, so dass man­che Betrof­fe­ne tags­über auch unkon­trol­liert ein­schla­fen (Sekun­den­schlaf).

Unter­schei­dung von Schlaf­stö­run­gen nach Symptomen

Schlaf­stö­run­gen wer­den nach ihren Sym­pto­men unter­schie­den. Bei Ein­schlaf- oder Durschlaf­stö­run­gen spricht man daher von Insom­ni­en. Insom­ni­en sind soge­nann­te pri­mä­re Schlaf­stö­run­gen. Die­se betref­fen den Schlaf bezie­hungs­wei­se die Qua­li­tät des Schlafs. Pri­mä­re Schlaf­stö­run­gen sind oft die Sym­pto­me für ande­re Krank­hei­ten. Bei sekun­dä­ren Schlaf­stö­run­gen ist das Schlaf­ver­hal­ten gestört. Das heißt in die­sen Fäl­len schla­fen die Betrof­fen sehr wohl ein oder durch, jedoch ist gibt es krank­haf­te Ver­än­de­run­gen die den Schlaf stö­ren. Die­se krank­haf­ten Ver­än­de­run­gen kön­nen zum Bei­spiel Atmungs­stö­run­gen sein. Die­se füh­ren wie­der­um zu einer Min­der­be­lüf­tung der Lunge.

Übersicht der Dauerhaften Störfaktoren für einen guten Schlaf - Infografik
Über­sicht der Dau­er­haf­ten Stör­fak­to­ren für einen guten Schlaf

Ursa­chen bei pri­mä­ren Schlafstörungen

Bei den pri­mä­ren Stö­run­gen ist häu­fig das Ein­schla­fen oder Durch­schla­fen gestört. Die Ursa­chen dafür kön­nen sehr viel­fäl­tig sein und sind unter anderem:

  • Schlaf­um­ge­bung und ‑gewohn­hei­ten wie Lärm, sehr war­mes Schlaf­kli­ma oder inten­si­ver Sport vor dem Schla­fen­ge­hen. All das kann sich nega­tiv auf den Schlaf auswirken.
  • Durch­schlaf- oder Ein­schlaf­stö­run­gen kön­nen ihre Ursa­che jedoch auch durch phy­si­sche Pro­ble­me haben. Dies kön­nen unter vie­len ande­ren chro­ni­sche Schmer­zen sein, Tumo­re, oder hor­mo­nel­le Erkrankungen.
  • Phy­sio­bio­lo­gi­sche Umstän­de wie Jet­lag, Schicht­ar­beit oder Kurz­hos­pi­ta­li­sa­ti­on kön­nen sich deut­lich nega­tiv auf einen erhol­sa­men Schlaf auswirken.
  • Psy­cho­so­zia­le Pro­ble­me wie Sor­gen um den Arbeits­platz oder Stress in der Fami­lie kön­nen das Ein- oder Durch­schla­fen stören.
  • Psy­chi­sche Erkran­kun­gen wie Depres­si­on, Angst­stö­run­gen, Psy­cho­sen kön­nen ein Grund für einen gestör­ten Schlaf sein. Hier­un­ter fal­len auch lega­le (Alko­hol, Niko­tin, Kof­fe­in) und ille­ga­le Suchterkrankungen.
  • Medi­ka­men­te haben oft Neben­wir­kun­gen, wel­che sich ungüns­tig auf die Erho­lung des Schlafs aus­wir­ken. Sind Medi­ka­men­te für die Schlaf­stö­run­gen ver­ant­wort­lich, wer­den die­se als phar­ma­ko­lo­gi­sche Ursa­chen zusam­men­ge­fasst.

Die mög­li­chen Ursa­chen für Schlaf­stö­run­gen sind auch gut in der unter dar­ge­stell­ten Gra­fik zusammengefasst. 

Die 5 Ps geben eine Übersicht der möglichen Ursachen für Schlafstörungen, sowie Anhaltspunkte für die Anamnese.
Die 5 Ps der mög­li­chen Ursa­chen für Schlaf­stö­run­gen geben eine gute Über­sicht und Anhalts­punk­te für die Anamnese.

Ursa­chen bei sekun­dä­ren Schlafstörungen

Bei den schlaf­be­zo­ge­nen Schlaf­stö­run­gen oder sekun­dä­ren Schlaf­stö­run­gen lie­gen die Ursa­chen haupt­säch­lich in:

  • Atmungs­stö­run­gen, wel­che durch eine Min­der­be­lüf­tung der Lun­ge zu einer Ver­min­de­rung der Erhol­sam­keit des Schlafs führen.
  • Neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kun­gen kön­nen ver­schie­de­ne nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf den Schlaf haben. Die­se rei­chen von Hyper­som­ni­en, also extre­mer Schlaf­man­gel, bis hin zu Parasomnien.

Die For­men von Schlaf­stö­run­gen und deren Aus­wir­kun­gen auf die Gesund­heit und die Lebens­qua­li­tät sind sehr viel­fäl­tig. Die­se rei­chen von spe­zi­fi­schen patho­lo­gi­schen Schlaf­stö­run­gen bis hin zu unspe­zi­fi­scher Schlaf­lo­sig­keit. Spe­zi­fi­sche Schlaf­stö­run­gen sind eine Krank­heit als sol­che. Unspe­zi­fi­sche Schlaf­lo­sig­keit ist häu­fig ein Sym­ptom für eine drun­ter­lie­gen­de Krankheit.

Insom­nie oder Schlaflosigkeit

Mit Insom­nie ist meis­tens der unspe­zi­fisch gestör­te Schlaf gemeint. Die­ser führt in sei­ner Fol­ge zu Schlaf­man­gel und zu Über­mü­dung. Die von Insom­nie Betrof­fe­nen haben Schwie­rig­kei­ten beim Ein­schla­fen oder Durch­schla­fen. Oft ist die Insom­nie ihrer­seits ein Sym­ptom für tie­fer­lie­gen­de see­li­sche oder kör­per­li­che Erkran­kun­gen. Die Insom­nie kann auch zusam­men mit einer der fol­gen­den spe­zi­fi­schen Schlaf­stö­run­gen auftreten. 

Eine Beson­der­heit stel­len hier­beit Schlaf­stö­run­gen in der Schwan­ger­schaft dar. Ein gestör­ter Schlaf in der Schwan­ger­schaft belas­tet die wer­den­den Müt­ter zusätz­lich. Jedoch kön­nen die­se Schlaf­stö­run­gen oft mit rela­tiv ein­fa­chen Mit­te­len behan­delt werden.

Schlaf­be­zo­ge­ne Bewegungsstörungen

Dazu zäh­len neben dem Rest­less Legs Syn­drom (unru­hi­ge Bei­ne) auch der Bru­xis­mus (Zäh­ne­knir­schen). Das Rest­less Legs Syn­drom ist durch einen Bewe­gungs­drang der Bei­ne und Füße gekenn­zeich­net. Die Betrof­fe­nen ver­spü­ren ein Krib­beln oder in extre­me­ren Fäl­len auch einen Bewe­gungs­drang in den Bei­nen. Nachts sind die Sym­pto­me ver­stärkt aus­ge­prägt. Beim Bru­xis­mus han­delt es sich um das meist unbe­wuss­te auf­ein­an­der­bei­ßen der Zäh­ne. Dies kann, muss aber nicht, zu Zäh­ne­knir­schen füh­ren. Die Fol­gen sind ein erhöh­ter Ver­schleiß der Zäh­ne. Zusätz­lich kön­nen Kie­fer­ge­lenk und Kau­mus­ku­la­tur geschä­digt wer­den. Der Bru­xis­mus tritt auch zusam­men mit ande­ren schlaf­be­zo­ge­nen Bewe­gungs­stö­run­gen auf wie dem Som­nam­bu­lis­mus, dem Schlafwandeln.

Para­s­om­nie

Mit Para­s­om­nie wer­den all­ge­mei­ne uner­wünsch­te oder unan­ge­mes­se­ne Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten im Zusam­men­hang mit dem Schlaf bezeich­net. Para­s­om­ni­en zäh­len zu den Schlaf­stö­run­gen mit nicht-orga­ni­scher Ursa­che. Bei Kin­dern sind die Ursa­chen oft in einer Rei­fe­stö­rung des Gehirns zu fin­den. Bei Erwach­se­nen sind die Grün­de oft komplexer.

Schlaf­be­zo­ge­ne Atmungsstörungen

Zu den schlaf­be­zo­ge­nen Atmungs­stö­run­gen zäh­len bei­spiels­wei­se das Schlaf­apnoe Syn­drom und die Rhon­cho­pa­thie (Schnar­chen). Das Schlaf­apnoe Syn­drom ist durch eine peri­odi­sche Atem­stö­rung geprägt. Das heißt es kommt wäh­rend des Schlafs zu kurz­zei­ti­gen Atem­still­stän­den (Atem­aus­set­zer) und in des­sen Fol­ge teil­wei­se zu einer Min­der­be­lüf­tung der Lun­ge. Die betrof­fe­nen Per­so­nen des Schlaf­apnoe Syn­droms sind tags­über oft müde. Zudem kann das Schlaf­apnoe Syn­drom zu wei­te­ren Sym­pto­men und Fol­ge­er­kran­kun­gen führen.

Bei der Rhon­cho­pa­thie (Schnar­chen) wird ein im Schlaf knat­tern­des Geräusch in den obe­ren Atem­we­gen erzeugt. Bei aus­ge­präg­ter Rhon­cho­pa­thie kann es eben­falls wie beim Schlaf­apnoe Syn­drom zu einer Min­der­be­lüf­tung der Lun­ge kom­men. In die­sem Fall spricht man von einer obstruk­ti­ven Rhon­cho­pa­thie oder von obstruk­ti­vem Schnarchen. 

Hyper­som­ni­en zen­tral­ner­vö­sen Ursprungs

Hyper­som­ni­en wer­den im Volks­mund auch mit Schlaf­sucht bezeich­net. Die Ursa­che ist eine Reduk­ti­on der zen­tral­ner­vö­sen Akti­vie­rung. Die Fol­ge ist tags­über ein teil­wei­se zwang­haf­ter Ein­schlaf­drang. Die Nar­ko­lep­sie ist eine Hyper­som­nie mit zen­tral­ner­vö­sem Ursprung. Das heißt die Nar­ko­lep­sie ist eine neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kung. Sie zählt damit zu den Schlaf­stö­run­gen ohne orga­ni­sche Ursache.

Zir­ka­dia­ne Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen

Ist der zir­ka­dia­ne Schlaf-Wach-Rhyth­mus gestört, dann han­delt es sich um eine Stö­rung der Chro­no­bio­lo­gie („die inne­re Uhr“). Bei gesun­den Men­schen ist die Peri­oden­län­ge des zir­ka­dia­nen Rhyth­mus cir­ca 24 Stun­den. Eine Stö­rung kann zum Bei­spiel durch Schicht­ar­beit oder durch einen inter­kon­ti­nen­ta­len Flug auf­tre­ten. Hier­un­ter fal­len jedoch auch die Schlaf­stö­run­gen mit orga­ni­scher Ursa­che. In sehr mil­der Form tritt eine zir­ka­dia­ne Schlaf-Wach-Rhyth­mus­stö­run­gen auch durch den Wech­sel von Win­ter- auf Som­mer­zeit oder umge­kehrt auf.

Dage­gen sind unspe­zi­fi­sche Schlaf­stö­run­gen oft ein Sym­ptom für dar­un­ter­lie­gen­de ande­re phy­si­sche oder psy­chi­sche Erkran­kun­gen. Im Fol­gen­den gehen wir auf die unspe­zi­fi­schen Schlaf­stö­run­gen ein. Noch prä­zi­ser wäre jedoch eigent­lich die Bezeich­nung der unspe­zi­fi­schen Schlaf­stö­run­gen als gestör­ter Schlaf mit unspe­zi­fi­scher Ursache.

Wenn der Schlaf gestört ist, heißt das nicht, dass die Betrof­fe­nen nicht schla­fen kön­nen. Es bedeu­tet viel­mehr, dass die Schlaf­dau­er ver­kürzt ist. Bei man­chen Betrof­fe­nen ist sie sogar erheb­lich verkürzt.

Die Dia­gno­se von Schlaf­stö­run­gen kann man prin­zi­pi­ell in zwei Abschnit­te einteilen:

  1. Ana­mne­se
  2. Unter­su­chung im Schlaflabor

Ana­mne­se

Die Ana­mne­se befasst sich mit der Kran­ken­ge­schich­te. Sie wird bei einem Gespräch zwi­schen Pati­en­ten und Arzt erör­tert. Die­ses Gespräch gibt dem Arzt wich­ti­ge Anhalts­punk­te was sie Ursa­che für die Schlaf­stö­rung ist. Die Ana­mne­se befasst sich in der Regel mit fol­gen­den Punkten:

  • Wel­che Medi­ka­men­te wer­den eingenommen?
  • Wel­che Vor­er­kran­kun­gen lie­gen vor?
  • Was sind die Lebensgewohnheiten?
  • Wel­che Sym­pto­me zeigt die Schlafstörung?
  • Was sind die Schlaf­ge­wohn­hei­ten? Was die Schlafrituale?
  • Lie­gen psy­chi­sche Stö­run­gen vor?
  • Gibt es aku­te Stress- oder Angstsituationen?

Es ist wich­tig, dass der Arzt sich ein umfas­sen­des Bild machen kann. Er muss die Lebens­ge­wohn­hei­ten genau­so ken­nen wie mög­li­che phy­si­sche oder psy­chi­sche Vor­er­kran­kun­gen. Oft liegt die Ursa­che für die Schlaf­stö­rung in den Lebens­ge­wohn­hei­ten begrün­det. Die­se las­sen sich ver­hält­nis­mä­ßig ein­fach in den Griff bekommen.

Das Füh­ren eines Schlaftagebuchs

Ist die Ana­mne­se nicht ein­deu­tig oder kann der Betrof­fe­ne sich nicht genau erin­nern, wird oft das Füh­ren eines Schlaf­ta­ge­buchs emp­foh­len. Im Schlaf­ta­ge­buch hält der Betrof­fe­ne die genau­en Umstän­de und die auf­tre­ten­den Sym­pto­me sei­ner Schlaf­stö­rung fest. Dabei ist die Uhr­zeit und mög­li­che Begleit­um­stän­de ent­schei­dend für die Beur­tei­lung durch den Arzt.

Nach der Ana­mne­se ent­schei­det der Arzt inwie­fern wei­ter­füh­ren­de Unter­su­chun­gen im Schlaf­la­bor not­wen­dig sind, um die Ursa­che für die Schlaf­stö­rung bes­ser zu verstehen.

Schlaf­la­bor

Im Schlaf­la­bor wer­den meist in zwei auf­ein­an­der fol­gen­den Näch­ten genaue Unter­su­chun­gen des Schlaf­ver­hal­tens gemacht. Dabei wird die Schlaf­struk­tur, die Schlaf­zy­klen und die ver­schie­de­nen Schlaf­pha­sen unter­sucht. Zusätz­lich wird genau beob­ach­tet, ob der Betrof­fe­ne unter schlaf­be­zo­ge­nen Atem­stö­run­gen oder unter Bewe­gungs­stö­run­gen lei­det. Es kön­nen jedoch auch Indi­ka­ti­on für Hyper­som­ni­en mit zen­tral­ner­vö­sem Ursprung fest­ge­stellt werden.

Teil­wei­se wer­den auch Akto­me­ter ein­ge­setzt, um das Schlaf­ver­hal­ten des Betrof­fe­nen über einen län­ge­ren Zeit­raum auf­zu­zeich­nen. Dabei wird die Dau­er der ein­zel­nen Schlaf­pha­sen und die Dau­er des gesam­ten Schlafs auf­ge­zeich­net. Dies geschieht jedoch übli­cher­wei­se nicht mehr im Schlaf­la­bor, son­dern bei den Betrof­fe­nen zu Hause.

Da die Behand­lung von Schlaf­stö­run­gen immer auf die exak­ten Sym­pto­me zuge­schnit­ten sein muss, kön­nen wir hier kei­ne all­ge­mein gül­ti­gen Behand­lungs­emp­feh­lung geben. Du fin­dest aber in jedem Arti­kel zur jewei­li­gen spe­zi­fi­schen Krank­heit Hin­wei­se wie die Schlaf­stö­rung behan­delt wer­den kann. 

In unse­rem Arti­kel “Schlaf­hy­gie­ne” haben wir zusätz­lich alle wich­ti­gen Tipps für einen bes­se­ren Schlaf zusam­men­ge­fasst. Die­ser zeigt, wie Du mit ein­fa­chen Tricks Dei­nen Schlaf ver­bes­sern kannst und so Dei­ne Leis­tungs­fä­hig­keit stei­gern kannst.

Soll­ten die Sym­pto­me jedoch stär­ker sein, emp­feh­len wir drin­gend das Auf­su­chen eines Fach­arz­tes. Nur ein Fach­arzt kann Dich über die Behand­lung Dei­ner Schlaf­stö­rung aufklären.

Im eben­falls emp­feh­lens­wer­ten Arti­kel “Schlaf­man­gel: Fol­gen und was ich für bes­se­ren Schlaf tun kann?”, fin­dest Du vie­le Tipps wie sich der Schlaf ein­fach ver­bes­sern lässt. Oft hel­fen ein­fa­che Hilfs­mit­tel, wel­che man bereits zu Hau­se hat oder wel­che sich ein­fach besor­gen lassen.


Dr. Volker Tritschler

Dr. Vol­ker Tritschler

Vol­ker hat Luft- und Raum­fahrt­tech­nik stu­diert und arbei­tet aktu­ell in einem der größ­ten deut­schen Fin­Techs. Wäh­rend sei­ner Zeit als Unter­neh­mens­be­ra­ter hat er erfah­ren wie wich­tig guter Schlaf für eine opti­ma­le Leis­tungs­fä­hig­keit ist. Seit­her hat er sich inten­siv mit dem The­ma Schlaf aus­ein­an­der­ge­setzt. Schla­fen ist ihm so wich­tig gewor­den, dass er DeinSchlaf.com gegrün­det hat und so auch ande­ren hel­fen möch­te bes­ser zu schlafen.

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